Gartenreise Toskana von 2. bis 7.06.2024

Die kürzere Gartenreise des Kreisverbandes findet 2024 von Sonntag, 2. Juni bis Freitag, 7. Juni (6 Tage) statt.
Die Fahrt führt uns diesmal in die wunderschöne Toskana mit ihren tollen Städten, Villen und Gärten.

1. Tag - Sonntag, 2. Juni 2024

Anreise nach Lido di Camaiore an der Versilia-Küste

Kilometerlange goldene Strände mit feinem Sand, glasklarem Wasser und der grandiosen Kulisse der Apuanischen Alpen lockten bereits im 19. Jh. die ersten Gäste an die "Toskanische Riviera". Heute sind die einst mondänen Seebäder vor allem im Juli und August quirlige Hotspots. Unser Hotelstandort liegt in unmittelbarer Nähe zum Meer mit seinen langen Strandpromenaden, Geschäften, Cafés und Bars. So kann man auch am Abend noch das quirlige Strandleben genießen.

2. Tag - Montag, 3. Juni 2024

Stadtführung in Lucca

Offen, lebendig und mit berühmter Küche präsentiert sich Lucca seinen Besuchern. Schon früh erkannten die Siedler die außergewöhnliche Lage zwischen Bergen und Meer, die Lucca noch heute zu einem beliebten Ausflugsziel macht. Jahrhunderte der wechselnden Herrschaft haben ihre historischen Spuren hinterlassen und machen das kleine Städtchen zu einem wertvollen Juwel der italienischen Küste. Ein besonderes Markenzeichen ist die bis heute vollständig erhaltene Stadtmauer, die wie kein anderes Bauwerk den Stolz der - mit kurzer Unterbrechung - stets freien Stadt verkörpert. Der exakt 4223 m lange, 12 m hohe und am Fuß 30 m breite Mauergürtel mit 11 Bastionen und 6 Stadttoren wurde 1504-1645 von flämischen Ingenieuren errichtet. Im 19. Jh. ließen die Stadtherren auf ihm einen Park mit Baumallee anlegen. Die begrünten Wälle der Stadtbefestigung bieten eine herrliche Aussicht auf die Altstadt und die Silhouette des Apennin-Gebirges.

Besuch des Palazzo Pfanner in Lucca

Die elegante Renaissance-Residenz im Altstadtzentrum von Lucca liegt unweit der Stadtmauer und den mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten. Sie wurde in der 2. Hälfte des 17. Jh. im Auftrag der reichen Seidenhändler-Familie Moriconi erbaut, jedoch wechselte die Villa im Laufe ihrer Geschichte mehrfach die Besitzer.
Zu Beginn des 18. Jh. wurde Filippo Juvarra mit der Neugestaltung der Außenbereiche beauftragt und es entstand ein wunderschöner italienischer Barockgarten. Der Garten erstreckt sich zwischen der monumentalen Steintreppe des Palastes, einem eleganten Zitronenhaus im Norden und zwei historischen Bambushainen um eine Grünfläche, die mit einer Vielzahl von Zierpflanzen, Palmen und jahrhundertealten Kiefern bepflanzt ist. Ein Brunnen ragt aus der üppigen Vegetation hervor, ebenso wie zahlreiche Statuen, die von der griechischen Mythologie inspiriert sind. Der Verwendungszweck der Villa änderte sich Mitte des 19. Jahrhunderts, als der österreichische Bierbrauer Felix Pfanner hier eine der ersten Brauereien Italiens und die erste Brauerei des Herzogtums Lucca errichtete. Im Garten organisierte er Versammlungen und Verkostungen. 1929 schloss die Brauerei ihre Pforten, das Gebäude blieb und ist immer noch im Besitz der Familie Pfanner. Der anmutige Garten mit seiner perfekten Geometrie der Formen und seiner Pflanzenpracht diente bereits mehrere Male als Drehort für Kostümfilme berühmter Regisseure.

Besuch des Gartens der Villa Reale in Marlia

Im goldenen Zeitalter der Renaissance und des Barock entstanden zwischen Florenz und Lucca wunderschöne Parkanlagen von hohem botanischen und künstlerischen Wert. Adelige und reiche Kaufleute zeigten auf diese Weise ihren großen Wohlstand, ihre feine Eleganz und raffinierten Sitten. Das Besondere der Gartenanlagen liegt in dem breiten Spektrum der verwendeten Pflanzen und der großen Kenntnis oft exotischer Botanik, aber auch der Landschaftsarchitektur, die mit einer bis dahin nie dagewesenen Begeisterung betrieben wurde.

Die Anlage der Villa Reale in Marlia hat ihren Ursprung im Mittelalter, als kleine Festung, die vom Herzog von Tuscia bewohnt wurde. Der Besitz ging in der Folge an Adelsfamilien aus Lucca, Kaufleute und Bankiers über, die die Festung in einen herrschaftlichen Palazzo verwandelten. 1651 kaufte die Familie Orsetti die historische Residenz. Sie ließen bauliche Veränderungen an der Villa vornehmen und gestalteten den Park nach barockem Geschmack um, indem sie Wege und spektakuläre, bis heute existierende Gärten wie das Grüne Theater und den Zitronengarten anlegen ließen. Ihnen ist zudem der Bau des eleganten Uhrenpalastes mit der Panoramaloggia aus dem 18. Jahrhundert zu verdanken.
1806 kaufte Elisa Bonaparte Baciocchi, die Schwester Napoleons und Prinzessin von Lucca das Anwesen. Sie ließ die bedeutendsten Veränderungen an der Villa und den Gärten vornehmen und veranlasste die Neugestaltung des Parks im Stil des Englischen Gartens.
Im Laufe der Geschichte folgten bewegte und auch unglückliche Zeiten für das Anwesen. 2015 erfolgte der bisher letzte Besitzerwechsel mit der Übernahme durch Henric und Marina Grönberg. Sie machten es sich zur Aufgabe, dem in der Zwischenzeit teilweise heruntergekommenen Anwesen seinen alten Glanz zurückzugeben. Es begannen umfangreiche Wiederherstellungs- und Sanierungsarbeiten, wobei Tradition und Innovation vereint wurden durch den Einsatz kompetenter Handwerker aus der Toskana sowie modernster Technologie. Die bemerkenswerte Ausdauer der Familie Grönberg hat der Region eine der schönsten Villen der Lucchesia wiedergegeben und sie erstmals auch öffentlich zugänglich gemacht.

3. Tag - Dienstag, 4. Juni 2024

Stadtführung in Pistoia

Es ist nicht leicht, sich zwischen Berühmtheiten wie Florenz und Lucca zu behaupten. Fast schon ein wenig stiefmütterlich wird Pistoia oft von den Touristen aus aller Welt behandelt, das sie oft links liegen lassen. Doch Italiens Kulturhauptstadt des Jahres 2017 ist ein quicklebendiger Trendtipp: ökologisch (auch dank der seit 150 Jahren berühmten Baumschulen der Gegend), kinderfreundlich, charmant und mit echtem Nachtleben. Auch die Altstadt reizt mit besonderem Charme, der sich bei einem Spaziergang rund um den Domplatz und die Piazza della Sala entfaltet. Letztere verwandelt sich tagtäglich zusammen mit den angrenzenden Gassen in ein brummendes toskanisches Marktviertel. Das stolze Wahrzeichen der Stadt ist der 66 m hohe Kampanile von San Zeno, der Kathedrale der Stadt. Besonders auffällig an dem markanten, an venezianische Vorbilder erinnernden Glockenturm sind die drei oberen Stockwerke mit den zierlichen Arkaden und grün-weiß gestreiften Marmorverzierungen. Der aus dem 13. Jh. stammende Turm erhielt seine heutige Form 1576. Er ist für Besucher zugänglich. Etwa 200 Stufen führen auf eine Höhe von 60 Metern und belohnen mit einer Rundumsicht in die herrliche Landschaft.

Besuch des Gartens der Villa Garzoni

In den Hügeln über dem Dorf Collodi liegt die Villa Garzoni, die im 17. Jh. auf den Fundamenten eines mittelalterlichen Kastells errichtet wurde. Die Villa, ein viergeschossiger barocker Bau ist die größte der lucchesischen Villen. Unterhalb der Villa erstreckt sich der terrassenförmig angelegte Garten mit Wasserspielen, einem Labyrinth und einem offenen Theater. Die Hauptachse des Gartens ist nicht auf die Villa ausgerichtet, sondern verläuft seitlich von dieser. Der Garten entspricht im flachen Teil einem französischen Garten mit zwei großen kreisförmigen Becken mit Fontänen. Daran schließt eine ornamental gestaltete Rasenfläche mit wellenförmig geschnittenen Hecken an. Dahinter findet man das aus farbigen Steinen gelegte Wappen der Garzoni. Der Blickfang des Gartens aber ist die von Balustraden gesäumte Treppe mit gegenläufigen Armen. In den Treppenabsätzen befinden sich Grotten und Nischen mit Statuen von Göttern und Figuren aus der Mythologie. Von oben stürzt das Wasser über unzählige kleine Becken in Kaskaden den Hang hinab.

Besichtigung des Zitrusgartens von Oskar Tintori (Giardino degli Agrumi) in Castellare di Pescia

Der Giardino degli Agrumi von Oskar Tintori zeigt über 200 Arten von Zitrusgewächsen aus aller Welt, darunter antike Sorten aus den Medici-Sammlungen des 16. Jh. sowie seltene Arten aus dem fernen Osten. Lassen Sie sich überraschen von dem außergewöhnlichen Reichtum an Formen und Farben wie z.B. einer besonderen Art mit handförmigen Früchten. Auf einer Fläche von 2000 m² ummantelt das große Glashaus den Park und schützt ihn vor ungünstiger Witterung. Heute führt die dritte Generation der Familie Tintori den Garten. Zum Angebotssortiment gehören neben Zitruspflanzen auch deren Erzeugnisse, wie die beliebte Zitronenmarmelade und Honig.

4. Tag - Mittwoch, 5. Juni 2024

Stadtführung in Florenz

Florenz, die Metropole am Fluss Arno besitzt auf nur 4 km² Altstadtfläche die wohl höchste Dichte an Kunst- und Architekturschauplätzen weltweit. Zu verdanken ist dieser Reichtum Anna Maria Luisa de' Medici (1677-1743), der letzten Repräsentantin der Medici. Sie verbot jegliches Entfernen von Gemälden, Statuen und Kunstschätzen aus Florenz und sorgte so dafür, dass Florenz bis heute als Welthauptstadt der Renaissance weiterexistiert. Doch nicht nur Kunstenthusiasten kommen in Florenz auf ihre Kosten. Im "Goldenen Modedreieck" zwischen Via de' Tornabuoni, Via della Vigna Nuova und Via Strozzi eröffnet sich eine Modewelt voller Grandezza und Eleganz, die Touristen aus aller Welt anzieht. Bei einer Stadtführung werden wir das von Gotik, Romanik und Renaissance geprägte Stadtbild mit stattlichen Plätzen, mächtigen Kirchenbauten, prächtigen Palazzi und hohen Türmen kennenlernen.

Besuch des Boboli-Gartens in Florenz (Giardino di Boboli)

An der weiten Piazza dei Pitti erhebt sich der monumentale Pitti-Palast. Die Pitti, eine angesehene Florentiner Kaufmannsfamilie, errichtete 1457 auf dem linken Arno-Ufer etwas oberhalb der Stadt diesen repräsentativen Palast. 1549 übernahmen die Medici den Bau und das angrenzende Areal. Hinter dem Palast legten sie auf dem hügeligen Gelände einen Park mit Zypressen-Alleen, Laubengängen, Wasserspielen und einem Amphitheater an. Eine wertvolle Sammlung mit Statuen aus der Römerzeit bis ins 17 Jh. bereicherte die Ausstattung, sie ist bis heute erhalten. Der Boboli-Garten zählt zu den schönsten Beispielen für einen italienischen Garten aus dem 16. Jh. Er diente zahlreichen europäischen Höfen als Vorbild und zählt zu den berühmtesten Gärten Italiens.

5. Tag - Donnerstag, 6. Juni 2024

Stadtführung in Pisa

Pisa ist so reich an Kunstschätzen, dass die Stadt wie ein großes Freilichtmuseum erscheint. Ihren einstigen Reichtum verdankt die älteste Seerepublik Italiens dem Seehandel im Mittelalter. Zahlreiche Paläste und Kirchen zeugen von dieser Blütezeit. Auf dem Platz der Wunder stehen die berühmtesten Baudenkmäler: Dom, Baptisterium, Monumentalfriedhof und Schiefer Turm. Mit viel Gottvertrauen waren sie auf Schwemmsand errichtet worden und bilden dort bis heute die Piazza dei Miracoli. Doch nicht nur sie machen Pisa zu einem beliebten Touristenziel. Auch die hübsche Altstadt, die feinen Museen und Geschäfte und das junge Alltagsleben der altehrwürdigen Universitätsstadt ziehen jedes Jahr Tausende Besucher an.

Besuch des Botanischen Gartens in Pisa (Giardino Orto Botanico)

Der zwei Hektar große Botanische Garten von Pisa ist eine Oase der Ruhe inmitten in der lebendigen Stadt und präsentiert sich hier mit üppiger Vegetation, Springbrunnen und schattigen Plätzen. 1544 gegründet, zählt er neben dem Botanischen Garten in Padua zu den ältesten der Welt. Der Garten ist in Sektoren unterteilt und mit botanischen Raritäten aus 5 Kontinenten bepflanzt. Manche der Pflanzen sind bereits sehr alt, wie die beiden imposanten Exemplare der Palmenart Jubaea chilensis, die bereits 1890 gepflanzt wurden und heute noch erhalten sind. Im Garten befinden sich auch 5 Gewächshäuser, die alle im zentralen Bereich des Gartens untergebracht sind.

Rückfahrt zum Hotel und Zeit zur freien Verfügung am Meer

6. Tag - Freitag, 7. Juni 2024

Abreise

 

Leistungen:

  • Busfahrt, Busfrühstück auf der Anreise
  • 5 x Übernachtung mit Halbpension im Hotel Bracciotti in Lido di Camaiore oder im Hotel Joseph in Marina di Pietrasanta
  • alle Eintritte, Stadtführungen und Verkostungen: Palazzo und Garten Pfanner, Luccheser Villengarten, Zitrusgarten, Garten der Villa Garzoni, Boboli-Garten, Botanischer Garten Pisa
  • Stadtführungen in Lucca, Pistoia, Florenz, Pisa
  • Kurtaxe, Insolvenzversicherung

Reisepreis:

  • pro Person im Doppelzimmer 847,– €
  • EZ-Zuschlag 135,– €

Anmeldung ab Montag, 8. Januar 2024

bei Firma Kellerer Reisen, Burgheim
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Telefon: 08432/94 82 20

  • Lehrfahrt für 1. Vorsitzende am 04.05.2024

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    Der Kreisverband lädt die Vorstandschaften der Ortsvereine zu einer Lehr- und Informationsfahrt am Samstag, 4. Mai 2024, zu einem Besuch der Landesgartenschau nach Wangen im Allgäu ein. Vom 26.04. bis 6.10.2024 feiert Wangen im Allgäu unter dem Motto "kunter-bunter-munter" das längste Sommerfest im Allgäu. 164 Tage Inspiration, Genuss, Gartenkultur & Allgäuer Lebensart.
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    Die längere Reise des Kreisverbandes geht heuer vom 1. bis 11. Juli 2024 als Rundreise in das südliche Norwegen. An nur wenigen Orten der Welt findet man solche Naturschönheiten wie in Norwegen. Mächtige Fjorde erstrecken sich vom Meer bis zu schneebedeckten Gipfeln im Hochgebirge, unzählige Wasserfälle stürzen in tiefe Täler.

42 Gartenbauvereine

42 Gartenbauvereine sind im Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Neuburg-Schrobenhausen e.V. organisiert. Sie setzen sich mit ihren rund 8.000 Mitgliedern in unserem Landkreis ehrenamtlich für die Förderung der Gartenkultur und des privaten Obst- und Gemüseanbaus sowie für die Ortsverschönerung und die Heimatpflege ein. Der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Neuburg-Schrobenhausen e.V. ist gemeinnützig anerkannt.

Kontakt

08431 / 57 - 369
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Geschäftsstelle

Kreisverband für Gartenbau und Landespflege
Neuburg-Schrobenhausen e.V.
Platz der Deutschen Einheit 1
86633 Neuburg an der Donau

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